Spremberg, Wiesengasse

Das Wohnhaus Wiesengasse 5 (steht heute nicht mehr) befand sich seit ca. 1925 im Besitz der Familie Levy. 1932-1936 wurde es von dem Maschinenbauer Artur Greczmiel bewohnt.

 

In der Wiesengasse 6 (steht heute nicht mehr) befand sich eine Villa (Baujahr 1887), die ebenfalls im Besitz der Familie Levy war und von den Familien Heimann/Levy 1927 umfassend saniert wurde. Daraufhin wohnten die beiden Familien dort gemeinsam mit dem Malermeister Willi Handrick und dem Postassistenten Friedrich Schwarigk.

1936 wohnte auch die Jüdin Henriette Fellinger als Hausdame mit in der Wiesengasse 6 und 1939 außerdem die Jüdin Elly Schönfeld.

1937 bzw. 1938 verließen die Familien Heimann/Levy Spremberg aufgrund der Diskriminierungserfahrungen.

1939 kaufte der Direktor Gustav Foos das Haus Wiesengasse 5 und die Villa Wiesengasse 6 im Rahmen der "Entjudung von Grundbesitz", die  aufgrund der Nürnberger Gesetze seit 1933 möglich war.

In der Wiesengasse 7/8 (heute eventuell andere Zählung) befand sich 1932 der Firmensitz der Tuchfabrik Ludwig Levy. Eigentümerin des Hauses war die Witwe Marie Knosius.

Wisengasse Schild
Wiesengasse 1936
Adressbucheinträge Wiesengasse 5-8 von 1936
Siehe auch
Quellen

Stadtarchiv Spremberg:
- Spremberger Adressbuch 1932 und 1936.
 

Brandenburgisches Hauptstaatsarchiv:

- 6C Spremberg 56, Verkauf von Grundstücken jüdischer Bürger in Spremberg, 1938-1943.